Präsentation des Sprints des studio hö beim Kunstrauschen
Nach vielen Wochen der Planung zusammen mit den Hauptsponsoren der Hoepfner Bräu und den Kooperationspartnerinnen des Kulturamts Karlsruhe / UNESCO City of Media Arts ist es am 13. September endlich soweit: die feierliche Eröffnung des studio hö in der Kaiserstr. 3 bringt einen neuen Ort für Medienkunst, Kultur und Kommunikation mitten ins urbane Zentrum von Karlsruhe. Das hochkarätige Programm umfasst Ausstellungen von Medienkunst und Fotografie sowie das Mentoring-Format „sprint“ für Studierende aller Karlsruher Hochschulen mit künstlerischem Schwerpunkt. Ab sofort können sich auch professionelle Kunstschaffende online für das Stipendium im studio hö bewerben: www.studio-ho.de“
Eindrücke von der Eröffnung
Dieses Jahr fand unser Stifterfest als sonntägliche Matinée statt, zu der sich zahlreiche Gäste einfanden. Bei herrlichem Sommerwetter hatten junge Kunst- und Kulturschaffende sowie Startups wieder einmal die Gelegenheit, sich vor einer ausgewählten Öffentlichkeit zu präsentieren. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Neben einem reichhaltigen Salatbuffet, Weißwürsten und Brezeln gab es Obst, süße Stückchen und Pop-Ice. Die Gäste konnten sich über die herausragenden Projekte informieren, auf die sich die Stiftung konzentriert, und so feststellen wie sinnvoll die eingeworbenen Spenden investiert werden.
Nach der offiziellen Begrüßung durch Dr. F.G. Hoepfner und der Vorstellung des Wolfgang-Rihm-Stipendiaten Yangkai Lin, präsentierte Yue Zou am Piano auf beeindruckende Weise das Stück „Le soleil s’est noyé dans son sang qui se fige“. Dann übernahm Yella Hoepfner die Moderation und bedankte sich für die nach wie vor enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem CyberForum. Zum ersten Mal wurde in Kooperation mit dem CyberLab und im Rahmen der Landeskampagne Start-up BW ein 2-tägiges Empowering-Female-Founders Event durchgeführt.
Im Außenbereich wurde anschließend das frische gekürte Latitude49 / Freiraum für Vordenker:innen Gewinnerteam Training Arc präsentiert und das heiß begehrte Stipendium übergeben. Dann wurde es sportlich. Immerhin stand am Abend noch das Endspiel der Fußball-EM auf dem Programm. Passend hierzu konnten sich die anwesenden Gäste beim Torwandschießen messen. Wer dann noch keinen Hunger hatte, informierte sich bei den anwesenden CyberLab Startups oder konnte sich kreativ auf dem SpielFeldM2 austoben. Bei der Urban Gardening Aktion drehte sich dieses Mal alles um die Fotokunst Cyanotypie – hier war das Experimentieren gefragt!
Auf dem Weg zum Zukunftslabor, dem Latitude49-Container wurden Fotoarbeiten zum Thema „In Veränderung“ präsentiert. Diese Fotoarbeiten entstanden im Rahmen eines Foto-Vermittlungs-Workshops mit Studierenden der PH. Das Projekt wurde von der Dr. Hans Riegel-Stiftung, Bonn unterstützt. Zum Glück war der Nachmittag lang genug, um sich bei kühlen Getränken und alkoholfreien Cocktails auch dem Pflegen bestehender und dem Knüpfen neuer Kontakte im Stiftungsnetzwerk zu widmen.
Fotos: Jürgen Schurr – Der Fotoschamane
Wolfgang-Rihm-Stipendium: Der bekannteste deutsche Komponist für zeitgenössische Klassik, Wolfgang Rihm, schlägt jährlich junge Studierende für ein Stipendium vor. 2024 hat Yangkai Lin einen Kompositionsauftrag erhalten. Momentan studiert er Komposition in der Klasse von Prof. Wolfgang Rihm und Prof. Markus Hechtle.
Yangkai Lin wurde im Jahr 2001 in Guangzhou, China geboren. Bereits im Alter von 4 Jahren begann er Klavier zu spielen und erhielt mit 8 Jahren seinen ersten Cellounterricht. Während seiner Schulzeit besuchte er eine normale Grundschule und ein Gymnasium und beschäftigte sich mit verschiedenen Fächern. Von 2015 bis 2018 nahm er als Cellist am Jugendlichen Sinfonieorchester der Stadt Guangzhou teil und führte zahlreiche Sinfonie- und Kammermusikkonzerte in der Stadt auf. Darüber hinaus spielte er auch mit der Orchester Konzerte in Peking, Sydney, Jakarta, Singapur, Lyon, Prag und nahm am Musica Riva Festival in Riva del Garda teil. Durch diese Erfahrungen erweiterte er sein Repertoire an Stücken, die er spielen konnte.
Sein Vater war sein erster Lehrer und führte ihn auf den Weg der Komposition. Im Alter von 16 Jahren komponierte Yangkai Lin sein erstes Werk. Seit 2019 studiert er Komposition an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Dr. h.c. Wolfgang Rihm und Prof. Markus Hechtle. Während seines Studiums komponierte er weitere Werke mit verschiedenen Besetzungen und arbeitete mit SCHOLA Heidelberg, dem ALEPH Gitarrenquartett, der Badischen Staatskapelle und dem Ensemble TEMA in Karlsruhe zusammen. In Karlsruhe nimmt er Meisterkurse bei Rebecca Saunders, Bernhard Lang, Steven Takasugi, Michael Pelzel und Anton Safronov sowie an Instrument-Workshops mit Markus Stange (Klavier), Saar Berger (Horn), Nina Janßen-Deinzer (Klarinette) und Naoyuki Manabe (Shô) teil.
Er nimmt weiterhin Cello-Unterricht bei Bernhard Lörcher in Karlsruhe und hat als Cellist viele neue Stücke aus der Kompositionsklasse gespielt und uraufgeführt. Gleichzeitig hat er an zahlreichen Kammermusik- und Neue-Musik-Projekten als Cellist an der Hochschule teilgenommen.
Er selbst sagt zu seiner Musik:
Genau wie das wechselhafte Wetter in meiner Heimatstadt Guangzhou, versuche ich in jedem Stück verschiedene Stile. Doch das Bild, wie die Abendsonne durch die Lücken der Wolkenkratzer auf die glitzernde Wasseroberfläche des Flusses scheint, bleibt unauslöschlich in meinem Gedächtnis.