Ausschreibung des neuen Stipendiums für professionelle Kunstschaffende bis 20.04.26

Zum zweiten Mal loben die UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe und die Hoepfner Stiftung ein Stipendium für professionelle Kunstschaffende für das studio hö aus. Für das neue Stipendium 2026 können sich freischaffende Medienkünstler:innen, die in Karlsruhe und der Region leben und arbeiten, noch bis 20.04.2026 bewerben.

Gesucht werden innovative, kooperative und interdisziplinäre Ideen für Medienkunstprojekte – gerne auch in Bezugnahme anderer Medienkunststädte oder Künstler:innen aus dem UNESCO Creative Cities Netzwerk – die nach Fertigstellung innerhalb der Stipendiumszeit in den Räumlichkeiten des studio hö ausgestellt werden. Neben der Bereitstellung des Arbeits- und Ausstellungsorts für 6 Monate umfasst das Stipendium ein Preisgeld sowie zusätzliche Produktionsmittel.

Das Medienkunststipendium ist als eigenverantwortliches Arbeits- und Präsentationsformat angelegt.

Interessierte können sich jetzt noch bis zum 20.04.2026 online bewerben unter: https://studio-ho.de/stipendium-anmeldung/

Wolfgang-Rihm-Stipendium 2026 geht an den Komponisten – Caio de Azevedo

Im Rahmen ihrer Unterstützung für Kunst und Kultur vergibt die Hoepfner Stiftung aus Karlsruhe jährlich das Wolfgang-Rihm-Stipendium. Es ermöglicht die umfassende Betreuung eines jungen Komponierenden. Die Stiftung erteilt einen Kompositions-Auftrag, unterstützt die jeweilige Aufführung und ermöglicht die Verbreitung des betreffenden Stückes. Sie hilft dabei, das Werk, den Komponierenden und seine Hochschule bekannt zu machen.

Aus den Vorschlägen der Hochschulen wurde nun ein Kandidat von einer Fachjury unter Leitung von Prof. Rebecca Saunders ausgewählt. Weitere Jurymitglieder waren die Komponisten und Rihm-Schüler Vito Zuraj und Marton Illés sowie der Generalmusikdirektor des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, Georg Fritzsch, assistiert durch den Dirigenten Ulrich Wagner. Die Auswahl fiel auf den aus Brasilien stammenden Komponisten und Alumnus der Hochschule für Musik und Theater München, Caio de Azevedo.

Zu seinen bemerkenswerten Kompositionen zählt Marionnette für Bratsche und Kammerorchester, mit der er 2024 den 1. Preis beim Concours de Genève gewann. Im selben Jahr erhielt er den Concerto-Preis als Emerging Talent vom renommierten brasilianischen Klassikmagazin Concerto. Seine Werke wurden in ganz Europa, den USA und Brasilien von Ensembles wie dem International Contemporary Ensemble, dem ensemble recherche, dem MIVOS Quartet, dem Staatsorchester Rheinische Philharmonie und weiteren aufgeführt.

Caio de Azevedo hat einen Masterabschluss und ein Meisterklasse Zertifikat in Komposition von der Hochschule für Musik und Theater München, wo er bei Moritz Eggert studierte. 2023 war er Stipendiat an der Cité des Arts in Paris und 2025 Leonard Bernstein Fellow am Tanglewood Music Center. Seine Musik wurde vom Diapason Magazin als „originell und vielseitig“ und vom Classical Magazine als „farbenreich“beschrieben.

Die Vorsitzende der Fachjury Prof. Rebecca Saunders: „Die Musik von Caio de Azevedo überzeugt durch Ideen- und Farbenreichtum, durch eine komplexe Struktur, durch Transparenz und Präzision. Seine Partituren zeichnen sich durch eine unmittelbare poetische Strahlkraft aus. Sein technisches Niveau ist beträchtlich.

Die Jury verleiht Caio de Azevedo, der vor kurzem sein Kompositionsstudium in der Klasse von Prof. Moritz Eggert an der Hochschule für Musik und Theater München abgeschlossen hat, einstimmig das Wolfgang-Rihm-Stipendium und wünscht ihm für seinen weiteren künstlerischen Weg viel Erfolg.“

Caio de Azevedo freut sich über den Erhalt des Wolfgang-Rihm-Stipendiums: “Ich fühle mich außerordentlich geehrt, ein Stipendium zu erhalten, das den Namen eines Komponisten trägt, dessen Energie, Kreativität und Stärke eine ganze Generation von Komponisten in Deutschland und darüber hinaus geprägt und inspiriert hat – großzügig und mit viel Liebe von der Hoepfner Stiftung vergeben. Ich hoffe, diese Liebe und Energie durch die Musik, die das Wolfgang-Rihm-Stipendium inspirieren und fördern wird, zurückgeben zu können. Vielen Dank!” 

Um eine umfassende Förderung des jungen Komponisten sicherzustellen, hat die HoepfnerStiftung weitere Förderer um Unterstützung des Vorhabens gebeten. Die Antworten stehen noch aus.

Link zu BadenTV-Beitrag: https://www.baden-tv.com/mediathek/video/stipendium-fuer-jungen-komponisten/

Weitere Informationen bei Daniela Willmann, Tel.: 0721 / 480 886 -66  stiftung@hoepfner-braeu.de      www.hoepfnerstiftung.org

 

✨ Media Art is here ✨

Auch 2025 brachte die Ausstellung Kunst dahin, wo das Leben spielt: Auf Straßen, Plätzen und in Gärten begegneten Besucherinnen zukunftsweisenden Medienkunstwerken, die den öffentlichen Raum neu denken – interaktiv, inspirierend und frei zugänglich. Lokale und internationale Künstlerinnen loteten die Grenzen zwischen physischem und virtuellem Raum aus und thematisierten den Einfluss digitaler Medien auf Gesellschaft, Identität und Nachhaltigkeit.

Im Studio Hö wurden drei Projekte präsentiert:

Substance – Interaktive Installation von Chiharu Koda & Sierk Schmalzriedt über Schwingungen und Resonanzen, begleitet von einer Live-Performance von Toplap Karlsruhe.
Imaginat – Partizipative Ausstellung, in der analoge Kompositionen durch KI in Echtzeit digital transformiert und projiziert wurden.
Delta – Installation von Chiharu Koda, die städtische Kreuzungen als „urbane Strudel“ sichtbar machte und auf Bewegungen im Raum reagierte.

Gefördert durch das Medienkunststipendium der Hoepfner Stiftung + UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe.

#MediaArt #Karlsruhe #UNESCOCreativeCity #HoepfnerStiftung #StudioHö #Medienkunst
📸Felix Grünschloß

Fotoprojekt: „Die Stickerin“ von Kersting – Jetzt mitmachen!

Die Hoepfner Stiftung startet ein Fotoprojekt zum Thema “Dein Bild und deine Geschichte“.

Lasst euch von dem Gemälde „Die Stickerin” ( https://de.wikipe-dia.org/wiki/Die_Stickerin) von Georg Friedrich Kersting (* 22. Oktober 1785 in Güstrow; † 1. Juli 1847 in Meißen), einem Vorfahren der Familie Hoepfner, inspirieren. G. F. Kersting war unter anderem mit Caspar David Friedrich befreundet und von diesem beeinflusst. Er gehörte zu dem  Kreis der Romantiker und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Vertreter der Interieur-Malerei des Biedermeier.

In seinem Kunstwerkt hat Kersting mit dieser „typisch weiblichen“ Tätigkeit, ganz anders als seine männlichen Malerfreunde, immer wieder Anlass zur Verwunderung gegeben.

Transformiert Kerstings Kunstwerk in die Gegenwart und schickt uns euer Foto! Ihr könnt hier die große Vielfalt der heutigen Lebenswelten und die Errungenschaften & Herausforderungen von euch darstellen. Ihr könnt euch gerne an dem Mural von Helen Bur inspirieren und euren eigenen Blick miteinbringen.

Bitte beachtet die folgenden Punkte:

  • Das Foto sollte eine Person darstellen – egal welches Geschlecht!
  • Die Person sollte eine Tätigkeit ausüben, welche sie ausmacht– deine Tätigkeit kann alles thematisieren was dir wichtig ist
  • Die Person sollte sich am Fenster befinden
  • Auch Selfies sind erlaubt 😊
  • Mit der Einsendung deines Fotos erklärst Du dich damit einverstanden, dass die Fotos für das Projekt „Dein Bild und Deine Geschichte“ verwendet werden, z.B.  für Social-Media-Beiträge bei Instagram, beim Stifterfest (Sommerfest der Hoepfner Stiftung), auf der Webseite der Hoepfner Stiftung usw.

Schickt uns eure Fotos am Fenster bis zum 1. Juli per Mail an stiftung@hoepfner-braeu.de! Schreibt uns auch gerne eure Geschichte zum Foto und eueren Instagram Name dazu (nur freiwillig).

Wir freuen uns auf die Fotos!