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Cadavre Exquis – Fotoausstellung im studio hö Stille Post – mal ganz anders

Zwei Menschen betrachten die Fotoarbeit von Nora Blum. Auf dieser sieht man eine Person mit langen Haaren, die sich bückt und etwas in der Hand hält, was wie ein Augapfel aussieht. Außerdem liegt ein weiterer Augapfel auf dem Boden, sowie auf ihren Fuß.

Vor wenigen Wochen eröffnete die Hoepfner Stiftung in Kooperation mit dem Kulturamt einen neuen Raum für Medienkunst und Fotografie im Zentrum von Karlsruhe. Das studio hö in der Kaiserstraße 3 ist ein Produktions- und Ausstellungsraum, in dem vor allem professionelle Kunstschaffende mit einem Stipendium, aber auch der künstlerische Nachwuchs mit dem Format Sprint ihre Perspektiven und multimedialen Werke sichtbar machen können. Die großen Rundbogenfenster des Jugendstil-Gebäudes laden zu einem kreativen Dialog mit der Stadtgesellschaft geradezu ein.

Vom 11. Oktober bis 29. November 2024 zeigt die Hoepfner Stiftung eine Fotoausstellung in Kooperation mit dem Berliner Fotokollektiv „Cadavre Exquis“, das eine Art fotografische „Stille Post“ mit 15 professionellen Foto-Künstler:innen aus ganz Deutschland entwickelt hat.

Über 15 Wochen hinweg entstand eine fotografische Serie aus einzelnen Werken, die sich gegenseitig inspirieren. „Wir freuen uns, diese kommunikative Ausstellung im studio hö zeigen zu können“, so Yella Hoepfner, Mitorganisatorin und Vorständin der Hoepfner Stiftung. „Das spannende daran ist, dass bei Cadavre Exquis Künstler:innen verschiedener Stilrichtungen und Professionalisierungen auf dem Spielfeld der Fotografie aufeinandertreffen.Unter Verwendung des zugänglichsten und am weitesten verbreiteten bildgebenden Verfahrens unserer Zeit treten sie miteinander in einen verspielten Dialog.“

Ersonnen von André Breton und den Surrealist:innen ist der Ablauf dieser Assoziationskette so einfach wie genial: Eine Person beginnt mit einem freien fotografischen Beitrag und gibt diesen an den/die nächste Teilnehmer:in in einer vorher ausgelosten Reihenfolge weiter. Diese Person wiederum antwortet innerhalb von sieben Tagen darauf – so frei oder geschlossen, so formal oder inhaltlich, wie es ihr beliebt – und schickt die Antwort an die nächste Person. Dies wiederholt sich 14-mal, so dass eine inhaltlich und ästhetisch verbundene Serie entsteht, von der jede/r Künstler:in bis zur Vernissage allerdings nur das eigene Werk und die erhaltene Vorlage kennt.

Die Ausstellung ist während der Laufzeit auf Anfrage geöffnet und wird im Januar in der renommierten der AFF Galerie in Berlin gezeigt.

An folgenden Tagen ist das studio hö ohne Terminvereinbarung geöffnet:

Mittwoch, 23.10., 17:00-19:00 Uhr

Donnerstag, 31.10., 13:00-15:00 Uhr

Donnerstag, 21.11., 13:00-15:00 Uhr

Eindrücke der vergangenen „Cadavre exquis“ Ausstellungen finden sich hier: https://www.cadavreexquis.de/

Studio Hö Logo Cadavre Exquis Logo

„Grand Opening studio hö: Hoepfner Stiftung eröffnet neue Räume für Kunst!

Nach vielen Wochen der Planung zusammen mit den Hauptsponsoren der Hoepfner Bräu und den Kooperationspartnerinnen des Kulturamts Karlsruhe / UNESCO City of Media Arts ist es am 13. September endlich soweit: die feierliche Eröffnung des studio hö in der Kaiserstr. 3 bringt einen neuen Ort für Medienkunst, Kultur und Kommunikation mitten ins urbane Zentrum von Karlsruhe. Das hochkarätige Programm umfasst Ausstellungen von Medienkunst und Fotografie sowie das Mentoring-Format „sprint“ für Studierende aller Karlsruher Hochschulen mit künstlerischem Schwerpunkt. Ab sofort können sich auch professionelle Kunstschaffende online für das Stipendium im studio hö bewerben: www.studio-ho.de“

Eindrücke von der Eröffnung

Baum

Als der Vater von Dr. F.G. Hoepfner in den 50er Jahren einen Samen des kalifornischen Riesenmammutbaumes Sequoia auf dem Hoepfner-Areal pflanzte, waren die Folgen des Klimawandels auf die Bäume noch kein großes Thema. Das ist heute anders und so mussten wir leider im vergangenen Jahr diesen wunderschönen Nadelbaum fällen, er kam mit der Trockenheit und den heißen Temperaturen in Baden so gar nicht zurecht. Aber was nun? Dieses schön gemusterte Holz als Brennholz verwenden? Das kam nicht  in Frage. Und so hat die Hoepfner Stiftung eine ganz eigene Idee entwickelt, was man mit dem Holz machen kann:  Wir wollen in Zukunft  Studierende aus dem Fachbereich Design in einem Wettbewerb aufrufen,  entspannende und nachhaltige Outdoor-Möbel für die Parkanlage auf dem Hoepfner-Areal zu entwerfen. Doch zuerst wurde der riesige Stamm in Bretter zerteilt und muss erstmal trocknen…Fortsetzung folgt.

 

Stifterfest 2024

Dieses Jahr fand unser Stifterfest als sonntägliche Matinée statt, zu der sich zahlreiche Gäste einfanden. Bei herrlichem Sommerwetter hatten junge Kunst- und Kulturschaffende sowie Startups wieder einmal die Gelegenheit, sich vor einer ausgewählten Öffentlichkeit zu präsentieren. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Neben einem reichhaltigen Salatbuffet, Weißwürsten und Brezeln gab es Obst, süße Stückchen und Pop-Ice. Die Gäste konnten sich über die herausragenden Projekte informieren, auf die sich die Stiftung konzentriert, und so feststellen wie sinnvoll die eingeworbenen Spenden investiert werden. 

Nach der offiziellen Begrüßung durch Dr. F.G. Hoepfner und der Vorstellung des Wolfgang-Rihm-Stipendiaten Yangkai Lin, präsentierte Yue Zou am Piano auf beeindruckende Weise das Stück „Le soleil s’est noyé dans son sang qui se fige“. Dann übernahm Yella Hoepfner die Moderation und bedankte sich für die nach wie vor enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit dem CyberForum. Zum ersten Mal wurde in Kooperation mit dem CyberLab und im Rahmen der Landeskampagne Start-up BW ein 2-tägiges Empowering-Female-Founders Event durchgeführt.  

Im Außenbereich wurde anschließend das frische gekürte Latitude49 / Freiraum für Vordenker:innen Gewinnerteam Training Arc präsentiert und das heiß begehrte Stipendium übergeben. Dann wurde es sportlich. Immerhin stand am Abend noch das Endspiel der Fußball-EM auf dem Programm. Passend hierzu konnten sich die anwesenden Gäste beim Torwandschießen messen. Wer dann noch keinen Hunger hatte, informierte sich bei den anwesenden CyberLab Startups oder konnte sich kreativ auf dem SpielFeldM2 austoben. Bei der Urban Gardening Aktion drehte sich dieses Mal alles um die Fotokunst Cyanotypie – hier war das Experimentieren gefragt!  

Auf dem Weg zum Zukunftslabor, dem Latitude49-Container wurden Fotoarbeiten zum Thema „In Veränderung“ präsentiert. Diese Fotoarbeiten entstanden im Rahmen eines Foto-Vermittlungs-Workshops mit Studierenden der PH. Das Projekt wurde von der Dr. Hans Riegel-Stiftung, Bonn unterstützt. Zum Glück war der Nachmittag lang genug, um sich bei kühlen Getränken und alkoholfreien Cocktails auch dem Pflegen bestehender und dem Knüpfen neuer Kontakte im Stiftungsnetzwerk zu widmen.  

Fotos: Jürgen Schurr – Der Fotoschamane